Fichtelberg 2017

Alle Jahre wieder und doch immer wieder anders ! Die Fahrt im Jahr 2017 scheint sich nun aber gerade dadurch auszuzeichnen, dass ein Tag genau wie der andere ist.

Die Bedingungen, die uns hier geboten werden sind ein Traum und der soll nach den Prognosen  bis zu unserer Abreise nicht enden.

Das bedeutet bisher:   Ausreichend Schnee, bestens präparierte Loipen, sieben Stunden strahlend blauer Himmel täglich und eine außergewöhnlich große Gruppe.

Was wir nun aus diesen Rahmenbedingungen machen, wird hier in loser Folge berichtet.

 

Hessische Meisterschaften

Diesmal dominieren die Jungen

Leo und Marcel vor dem Abholen der Silbermedaille
Leo und Marcel vor dem Abholen der Silbermedaille

Bei den hessischen Meisterschaften auf dem Werratalsee in Eschwege waren die Aktiven des TRV ASS sehr erfolgreich. Besonders erfreulich ist das Abschneiden der Jungen, die insgesamt drei Mal auf dem Podium standen. Darüber hinaus gab es zwei Medaillen für die Mädchen. Vier der fünf Medaillen wurden in Kleinbooten errudert, völlig ungewöhnlich für unseren Verein.

Zwei silberne und eine bronzene Medaille errang Leo Meldau, der sowohl am Samstag über 1000m als auch am Sonntag auf der Sprintstrecke im Leichtgewichts-Einer der Altersklasse U16 überzeugen konnte. Er erreichte über 1000m einen dritten Platz und packte dann am Sonntag im Sprint über 350m noch einen drauf als er die Silbermedaille in der gleichen Bootsgattung erkämpfen konnte.  Mit seinem Partner Marcel  Haas verpasste er am Samstag über 1000m mit dem unglücklichen 4.Platz noch knapp das Siegerpodest. Beide feierten aber dann am Sonntag nach einem beeindruckenden Rennen die Silbermedaille auf der Sprintstrecke.

Auch Amber Walbeck, Carolin Marx, Julika Walberg und Annika Dörsing waren mit der Stf. Johanna Niggemann erfolgreich auf Medaillenjagd. Leider wurde der Ertrag aber ausgerechnet auf der Paradestrecke über 1000m geschmälert als der ASS-Vierer mit zwei Längen in Führung liegend 250m vor dem Ziel durch einen kapitalen Krebs zu lange zum Stehen kam. Für die sich anschließende Aufholjagd war die Strecke bis zum Ziel dann leider zu kurz. Über die Sprintstrecke machte es die Mannschaft besser und erkämpfte sich die Silbermedaille. Das gelang auch Annika Dörsing und Johanna Niggemann im Doppelzweier der gleichen Altersklasse über 1000m.

Schließlich war der Verein auch im schweren Einer der Klasse U16 vertreten. Dort stellte sich mangels Großboot-Partnern Max Lichtschlag der Konkurrenz aus Hessen. Wegen der mangelnden Erfahrung in dieser Bootsklasse konnte er sich nicht in den Medaillenrängen platzieren. Er nutzte aber die Gelegenheit in vier Rennen wertvolle Wettkampferfahrungen zu sammeln, konnte durch stabile Ergebnisse durchaus überzeugen und erhielt als verdienten Lohn eine Einladung des Landestrainers zur Achterbildung für die kommende Saison.

Interessierte können hier die offiziellen Ergebnisse ansehen.

Bundesfinale JtfO: Traumhafte Bedingungen und ein guter 5. Platz

Mannsch in Berlin

Amber Walbeck, Carolin Marx, Johanna Niggemann, Annika Dörsing und die Stf. Julika Walberg hatten sich als Sieger im Landesentscheid für das Bundesfinale im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ qualifiziert und vertraten dort in der vergangenen Woche die Farben des Landes Hessen. Die Regattastrecke präsentierte sich von der allerbesten Seite und die Sonne strahlte bei nahezu Windstille von der ersten bis zur letzten Minute vom Himmel.

Am Vorlauftag ging die Mannschaft  schon um 8:00 Uhr aufs Wasser und nutzte die morgendliche Stimmung auf dem Langen See in Grünau, um sich für das anstehende Rennen vorzubereiten.

Durch die Abmeldung des Vertreters  aus MeckPomm reduzierte sich das Meldefeld auf zwölf  Mannschaften und damit änderte sich der Wettkampfmodus. Nur die jeweiligen Vorlaufsieger qualifizieren  sich direkt für das A-Finale während alle anderen Boote am Nachmittag einen von zwei Hoffnungsläufen bestreiten mussten.

Also versuchten die Mädels die favorisierten Osnabrückerinnen vom Start an unter Druck zu setzen und fuhren an der 500m-Marke gleichauf am dort postierten Trainer vorbei. Leider wurde dieser Mut nicht belohnt. Die Mannschaft wurde im Ziel Zweite und musste am Nachmittag in den Hoffnungslauf. Mit einem ungefährdeten zweiten Platz gelang dann aber die Qualifikation für das A-Finale der besten sechs Mädchenvierer.

Mit dem Erreichen des großen Finales waren die Erwartungen bereits erfüllt. Trotzdem ging die Mannschaft natürlich mit dem Ziel ins Rennen, sich nun möglichst gut zu platzieren. Der Sieg der Sportschule Potsdam war wohl nicht zu verhindern aber den anderen Mannschaften sollte der Kampf um die Medaillen so schwer wie möglich gemacht werden. Im Ziel wurde es ein fünfter Platz, mit dem man sehr zufrieden sein konnte. Angesichts der vielen Handicaps, die die Mannschaft in der unmittelbaren Vorbereitung auf das Bundesfinale zu verarbeiten hatte, ist das ein großer Erfolg. Das äußerte sich nicht zuletzt darin, dass der Trainer auf seine Truppe sehr stolz war und ist.

Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Neben einem Empfang in der Hessischen Landesvertretung konnten nicht nur die Bereiche um den Potsdamer und den Alexanderplatz sondern auch die Kuppel des Bundestages besichtigt werden. Die Abfahrzeit des Zuges ergab am Donnerstag noch Spielraum für die unvermeidliche Shopping-Tour, den die Mädels auch sehr gerne nutzten.

Fazit:   Berlin war auch 2016 eine Reise wert und hat die Motivation zum zielstrebigen Training erhöht, damit es nochmals heißt:  Finale, wir fahren nach Berlin !